Indien besitzt nicht nur eine reichhaltige Tanzkultur.

Mit den Geschichten aus dem Papageienbuch "Shukasaptati"
entführen wir in die exotische Märchenwelt Indiens

Dargeboten in Auszügen als teils gelesene, teils gespielte Fassung
Aufgelockert mit Tanzeinlagen

Das „Papageienbuch“ - „Shukasaptati“, eine Sammlung von Liebesgeschichten und Fabeln, entstand gegen Ende des 1. Jahrtausends unserer Zeitrechnung in Indien und gehört zu den berühmtesten Erzählbüchern der Inder.
Die ursprünglich 70 volkstümlichen Erzählungen, deren Verfasser unbekannt geblieben ist, wurden so beliebt, dass sie sich über die Grenzen Indiens hinaus verbreiteten.
Sie gelangten nach Persien und in die Türkei, wo sie bearbeitet und abgewandelt wurden.
Einzelne Motive und Erzählungen wanderten sogar bis nach Europa.
In Asien, Europa, selbst Afrika finden sich Märchen und Motive, deren Heimat Indien ist.
Viele Anklänge des Papageienbuches sind in Boccaccios „Dekameron“ zu entdecken.
Weil das Papageienbuch so beliebt war, wurden die 70 Geschichten immer wieder neu erzählt und wandelten sich dabei im Laufe der Jahrhunderte mehrfach ab.
Es gibt heute eine ganze Reihe Papageienbücher in verschiedenen Sprachen und mit teilweise unterschiedlichem Inhalt.
Die ursprünglich in der Literatursprache Sanskrit verfassten Texte wurden oft in neuindische Sprachen, wie Marathi oder Rajasthani, übersetzt und zugleich immer wieder umgeformt.
Im 14. Jh. erfolgte eine Übersetzung ins Persische. Dieses Werk ist als „Tuti Nameh“ bekannt und wurde im 15. Jh. ins Türkische übertragen.
Das „Tuti Nameh“ gibt dem ursprünglichen Text durch Übernahme anderer Geschichten einen Hauch von 1001 Nacht.
Goethe lernte eine spätere persische Bearbeitung in der 1822 veröffentlichten deutschen Übersetzung kennen und begeisterte sich daran.

Zitiert aus: "Papageienbuch" - Liebesgeschichten und Fabeln aus dem alten Indien -
Berlin: Rütten & Loening, 1971

Willst du nun wissen, wie's Prabhawati ergangen, die getrennt von ihrem Gatten, litt der Liebe ärgste Qualen?
Sie, der Frauen schönste Blüte, sollt nun ungeliebt verwelken?
Da erwählte sie zum Buhlen einen schönen jungen Fürsten.
Doch es lebte in dem Hause auch ein Papagei, ein kluger, der mit List es wollt verhindern, dass den Sündenpfad sie wandle.
So sprach er zu ihr am Abend, als sie reich geschmückt und bebend zum Geliebten wollte eilen, der voll Sehnsucht ihrer harrte:
Gehe hin, du schöne Herrin, kannst du listig sein, wie jene, die zusammen mit dem Buhlen ward ertappt in ihrem Bette.“
Schon erwachte ihre Neugier, jener Frau Geschick zu hören.
Über der Geschichte aber schwand dahin die Nacht der Liebe. So ward sie vom bunten Vogel viele Nächte aufgehalten.
Willst du mehr erfahren, so lausch auch du dem Papagei...

ODER

Indische Märchen, Legenden und Mythen, adaptiert für deutsches Publikum
- Mal ernst, Mal heiter -
- Aufgelockert mit Tanzeinlagen -

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